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  • AutorenbildLaila Marti

Natürliche Empfängnisregulierung

Was n'dat? Jaa, es gibt noch andere Möglichkeiten nicht schwanger zu werden, als sich täglich mit künstlichen Hormonen vollzustopfen. Stell Dir nur einmal vor du bist 25, frisch verliebt, und es will mit dem Kinderwunsch einfach nicht klappen. Kein Wunder, wenn Du von 16 - 25, also 9 Jahre lang, deinen Körper täglich darauf getrimmt hast, unfruchtbar zu sein.


Was ist also die natürliche Empfängnisregulierung und warum macht sie Sinn?


Weil ich finde, dass wir Frauen einen genialen Körper haben und den auch feiern sollen! Jeden Monat reguliert unser Körper unsere Hormone so, dass wir von neuem schwanger werden und ein kleines Wunder in die Welt setzen können. Das sollen auch unsere Kinder, unsere Mädchen wissen. Und sie sollen ihren eigenen Körper kennenlernen, mit allem, was dazugehört. Und ja, das gilt auch für Dich, solltest Du das Teenageralter schon länger oder weniger lang hinter Dir gelassen haben und noch immer nicht weisst, was Cervixschleim ist, dass die Basaltemperatur nicht zum Niedergaren gehört und dass wir Frauen auch einfach mal Scheisse drauf sein dürfen.


Quelle: Bionorica.de


Da ist er also - der 28-Tage-Zyklus der Frau. Der übrigens überhaupt nicht in jedem Fall 28 Tage dauern muss. Bei den einen dauert er 26 Tage, bei den anderen 30 oder 33 Tage. Das ist ganz individuell.


Zyklusphase 1 (Tag 1 - 13)

Die erste Zyklusphase beginnt mit dem ersten Tag deiner Blutung. Diese setzt ein, wenn wir kein befruchtetes Ei in der Gebärmutter haben und alle Hormone 14 Tage nach dem Eisprung absacken - weil wir eben nicht schwanger sind. Die vorbereitete Schleimhaut, die dazu dient das befruchtete Ei aufzunehmen damit es sich einnisten kann, wird abgestossen - wir bluten.


Anschliessend kommt es zur Follikelreifung (die eigentlich bereits 3 Monate vor dem Eisprung stattfindet - dazu aber gerne mehr in einem persönlichen Beratungsgespräch). Verschiedene Hormone bereiten im Körper alles vor. Um den 14. Zyklustag, also 14 Tage, nachdem unsere Mens angefangen hat, haben wir einen Eisprung.


In der ersten Zyklushälfte ist der Cervixschleim, unser Ausfluss, entweder gar nicht vorhanden oder er ist ganz dickflüssig. Unser Gebärmutterhals, der Cervix, ist fest verschlossen, um das Eindringen von Keimen zu verhindern.


Das weibliche Geschlechtshormon Estradiol (auch bekannt als eines der über 20 verschiedenen Östrogene) wird zur Zyklusmitte hin (Eisprung) immer dominanter. Es macht, dass wir nette liebe Wesen sind mit wunderbar zarter, schöner Haut, unwiderstehlich für jeden Mann. Sofern wir genügend davon haben. Ist das nicht der Fall, erinnern wir in dieser Zyklusphase eher an ein pickliges fieses Monster.


Eisprung (Tag 14)

Das herangereifte Ei löst sich aus seiner Hülle und wandert vom Eierstock in die Eileiter. Manchmal entsteht dadurch ein kleiner "Mittelschmerz", weil sich die Zotten des Eierstocks zur Eileiter hin biegen, damit das Ei auch sicher in der Eileiter ankommt und nicht im Bauchraum verloren geht.


Über die Zeit des Eisprungs ist der Cervixschleim glasklar und sieht aus wie Eiweiss. Wenn man ihn berührt kann man Fäden ziehen zwischen den Fingern. Er ist sehr durchlässig, was den Spermien zugute kommt. Nur bei glasklarem Cervixschleim haben sie gute Chancen, das fruchtbare Ei am Ende des Eileiters zu erreichen.


Zyklusphase 2 ( Tag 15 - 28)

Nach dem Eisprung wandert das Ei nun die Eileiter runter bis in die Gebärmutter. Ist es auf dem Weg dorthin nicht befruchtet worden (fruchtbare Zeit ca. 2 Tage), stösst unser Körper nach ca. 4 Wochen die aufgebaute Schleimhaut wieder ab und wir fangen erneut an zu bluten. Ein neuer Zyklus beginnt.


In der zweiten Zyklushälfte sondert das leere Follikel, aus dem das Ei gesprungen ist, das Gelbkörperhormon (Progesteron) aus. Es ist dafür da, dass die Schwangerschaft aufrecht erhalten werden kann, bis die Plazenta die Progesteronproduktion dann selbst übernimmt. Haben wir zu wenig Progesteron, kann ein befruchtetes Ei sich nicht halten und es kommt trotz allem zu einer Blutung. Manchmal merken wir das gar nicht, in manchen Fällen passiert das aber so spät, dass wir von einer Fehlgeburt sprechen.


Fehlt die Progesteronhochlage in der zweiten Zyklushälfte, sind wir extrem stressempfindlich. Wir haben eine kurze Zündschnur, alles nervt uns (sogar wir selbst) und wir haben unerklärliche Gefühlsausbrüche.


In dieser Zyklusphase ist unser Cervixschleim gelblich (wegen dem Gelbkörperhormon), klebrig und manchmal hat es Fötzeli drin wie bei gekipptem Rahm im Kaffee. Das ist alles normal, solange der Cervixschleim nicht grünlich oder gräulich ist oder stinkt.


Und was ist nun mit der Basaltemperatur?

Die wird gemessen um festzustellen, wann genau wir einen Eisprung haben. Das Gelbkörperhormon Progesteron nämlich führt dazu, dass wir einen kleinen Temperaturanstieg im Körper beobachten können. Der liegt so um die 0.5°C. Gemessen wir die Basal- oder Kerntemperatur jeden Morgen zur selben Zeit, solange wir noch nicht aufgestanden sind. Es gibt in der Apotheke günstige Fiebermesser, die nach dem Komma zwei Stellen anzeigen. Genau so einen benötigst Du.


Meine Empfehlung: Geratherm Basal Digital. Den bekommst Du in Deutschen Apotheken für ca. 12€, oder Du kannst ihn auf Amazon kaufen. Er hat 10 Speicher, damit Du die Temperatur im Schlafen im Mundraum messen kannst und später, wenn Du ausgeschlafen bist, die Temperatur in deiner App oder einem Blatt nachtragen kannst. Ich arbeite übrigens mit der App Lilly - schon seit Jahren! Sie zeigt dir an, wann Du fruchtbare Tage erwarten kannst, wann du die Periode erwarten kannst, du kannst Deine Gefühle, Körperempfindungen und vieles mehr (z.B. gestörter Schlaf, Party am Abend, Medikamente etc.) eintragen.


Und wie soll das jetzt funktionieren?

Na ganz einfach - du fängst an, Deine Basaltemperatur zu messen und einzutragen. In 3-4 Monaten kann dir Lilly (oder eine andere App) sagen, wann dein Eisprung zu erwarten ist. Das sind deine fruchtbaren Tage. Normalerweise, wenn der Eisprung um den 14. Tag stattfindet, kann man nach Einsetzen der Menstruation ca. 7 Tage lang davon ausgehen, dass man nicht fruchtbar ist. Danach kommt die fruchtbare Phase. Ca 3-4 Tage nach dem Eisprung bis zum Einsetzen der Mens bist Du wieder unfruchtbar. Dazu beobachtest Du auf der Toilette deinen Cervixschleim und trägst ihn ebenfalls im App ein. Der gibt Auskunft darüber, zusammen mit der Basaltemperatur, wo im Zyklus du stehst. Glaub mir - es geht nicht lang und Du bist Profi im Beobachten Deines Körpers. Und Du weist, in welcher Zyklusphase du bist. Und irgendwann weisst Du auch, warum du heute vielleicht miese Laune hast. Und wenn Du (oder Deine Tochter) Lust hast auf eine Beratung ätherischer Öle kann ich Dir auch sagen, welche wann nützen, um gewisse hormonelle Schwankungen auszugleichen. Alles 100% natürlich!


Ich freu mich auf Dich!

Deine Laila





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